swiss olympic partner school

Berichte

vorheriger Bericht     zur Liste     nächster Bericht
 
28.05.2016
 
Foto zum Bericht
 

Gedanken zur bevorstehenden EM in Frankreich

Kürzlich lief ich an einem Feiertag durch Zürich und besuchte Museen besuchte, sah ich in einem Hinterhof Kinder Cricket spielen. Cricket. Eine Mannschaftssportart, die aus England stammt und vor allem in den Ländern des Commonwealth sehr beliebt und in einigen Ländern sogar Nationalsport ist. Beim Cricket dreht sich alles um das Duell zwischen dem Werfer (Bowler) und dem Schlagmann (Batsman). Während eines Aufenthaltes in Neuseeland schaute ich ein Spiel, das zwei Tage dauern sollte. Die Regeln blieben mir unbekannt. Ich fand es langweilig, mehr nicht.
Beim Zuschauen des Kindergames gingen mir zwei Gedanken durch den Kopf, die mich bis jetzt nicht losliessen:

1. Zürich ist eine so kosmopolite Stadt geworden, dass man inzwischen Cricket in den Hinterhöfen wichtiger Ausstellungsorte bestaunen kann. Herrlich!

2. Cricket ist langweilig und die Regeln undurchschaubar und kaum zu überblicken. Vor allem für Desinteressierte. Das bringt mich zum Fussball. Dort habe ich doch den Überblick. Und das Wissen. Trotzdem ist auch da nichts klar. Wir werden an der EM hunderte Diskussionen führen über Entscheide der Schiedsrichter. Oder sind es eher Interpretationen der Unparteiischen? Ist das Regelwerk wirklich klar? Und ist Fussball spannender als Cricket? Sollte ich nicht lieber die Sportart wechseln und ab heute die Cricketspiele auf AMRITA TV (Indien) bestaunen?

Lassen wir die Fragerei. Ich werde die EM in Frankreich selbstverständlich verfolgen. Aber ich halte mich aus jeglicher Diskussion raus, wenn über Fehlentscheidungen diskutiert wird. Das tue ich mir nicht mehr an. Gar nie. Ausser vielleicht im Halbfinale würde ein klares Foul gegen eine von mir geliebte Mannschaft nicht gepfiffen. Dann müsste ich schon etwas sagen und mit dem Schicksal hadern. Oder in der Vorrunde würde die von mir geliebte Mannschaft ausscheiden wegen eines Handspieltores in 96. Minute. Da müsste ich mich schon äussern. Oder?

Es wäre schön, wenn an der Fussballeuropameisterschaft alles so verlaufen würde, wie es die Fairsten aller Fairen in ihrem "Gesetz" festhalten:
„Cricket verdankt seinen einzigartigen Charakter zu großen Teilen der Tatsache, dass er nicht nur nach seinen Regeln gespielt werden sollte, sondern auch nach dem Geist des Cricketsports. Jede Handlung, die als Missachtung dieses Geistes zu betrachten ist, verletzt diesen Sport selbst.
Die Hauptverantwortung für die Einhaltung des Geistes des Fair Play liegt bei den Kapitänen.“
(Präambel aus The Laws of Cricket)

Dann müsste ich mich nie mehr aufregen. Nie mehr. Doch ist das überhaupt der Sinn des Fussballguckens?

Wer mehr wissen will über Cricket, nehme das hier angefügte 113-seitige Regelwerk genauer unter die Lupe.

Über die Liveübertragungen der Cricketspiele muss man sich auf internationalen Portalen informieren.
 
 
 
Weitere Informationen (PDF-Datei, 473 KB)