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26.05.2016
 
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Wir sind traurig

Einer unserer Partnervereine ist leider in die Nationalliga B (= Challenge League) abgestiegen. Das ist schade.
Doch freuen wir uns wenigstens auf Derbyspiele gegen einen andern Partnerverein, FC Winterthur, welcher schon lange in der zweithöchsten Liga mitspielt.


Das lange Zeit Undenkbare ist eingetroffen: Der FC Zürich ist in die Zweitklassigkeit gestürzt. Das wirft einige Fragen auf.

1. Wie gross ist die Chance, dass der FCZ den direkten Wiederaufstieg schafft?
Das hängt vom Kader ab. Da der FCZ nie mit einem Abstieg gerechnet hat, behalten die Spielerverträge auch für die nächste Saison ihre Gültigkeit. Für Spieler wie Buff, Grgic, Etoundi, Sadiku oder Schönbächler existiert ein Markt. Sie könnte Präsident Ancillo Canepa im Sommer verkaufen, das Lohnbudget entlasten und im besten Fall ein paar Millionen an Transfererlösen generieren. Andere dürften mangels Angeboten bleiben. Das macht eine Saison in der Zweitklassigkeit für Canepa zum finanziellen Kraftakt. Auch sportlich ist ein direkter Wiederaufstieg kein Selbstläufer: Der FC Wil drängt nach oben, auch Neuchâtel Xamax hegt Ambitionen, zudem dürfte der grosse FC Zürich der Skalp sein, den sich die Konkurrenz nur zu gern an den Gürtel hängen möchte.

2. Wie gross ist das Budget eines Clubs in der Challenge League?
Im Durchschnitt wirtschaften die ChL-Clubs mit 5 bis 6 Millionen Franken, der Etat des FCZ beträgt zurzeit vorsichtig geschätzte 20 Millionen. Wie stark er sich senken lässt, hängt davon ab, wie viele gut bezahlte Profis den Verein im Sommer verlassen. Bis auf Philippe Koch, Leandro Di Gregorio und die Leihgaben Alexander Kerschakow und Vinicius sitzen alle auf weiterlaufenden Verträgen. Auf weniger als 15 Millionen dürfte Canepa das Budget kaum senken können.

3. Welches sind die Grossverdiener beim FCZ?
Cabral, Davide Chiumiento und Leonardo Sánchez stehen an der Spitze der Gehalts-Hierarchie. Sie alle sollen dem Vernehmen nach mehr als 500'000 Franken jährlich verdienen.

4. Wer trainiert die Mannschaft 2016/17?
Das Mandat von Uli Forte läuft nach dem Cup-Final am Sonntag aus. Doch der Zürcher kann sich vorstellen, auch in der Challenge League zu arbeiten. Über die entsprechende Erfahrung verfügt der 42-Jährige: 2009 führte er den FC St. Gallen in die Super League.

5. Welche Auswirkungen hat ein Abstieg auf die Eintrittspreise?
Beim FC Zürich will man sich momentan nicht dazu äussern. Medienchef Patrick Lienhart sagte vor einer Woche zum «Blick», die Saisonkartenbesitzer dürften im Falle eines Abstiegs mit einem «Rabatt von 20 bis 30 Prozent» rechnen.

6. Was passiert mit dem grosszügigen Fan-Shop und dem Museum?
Ob und inwiefern der FCZ seine Infrastruktur anpassen wird, ist noch völlig offen.

7. Bleibt der Hauptsponsor Netstream?
Nein, sicher nicht. Aber das hat nichts mit der Liga-Zugehörigkeit zu tun. Der Vertrag mit dem IT-Dienstleister läuft nach drei Jahren aus und wird nicht erneuert. Verhandlungen mit einem potenziellen neuen Trikot-Sponsor seien im Gang, sagt Mediensprecher Lienhart.

(aus 20Minuten)