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19.12.2015
 
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Der K&S Schüler Nico Elvedi startet bei der Borussia durch

«Für mich ist ein Traum wahr geworden»

Startelf-Debüt inklusive Sieg gegen Bayern München – Nico Elvedi hat sich einen Traum erfüllt. Der 19-jährige ehemalige K&S Schüler war nervös.
14 Bundesliga- und drei Champions-League-Minuten – ein spärlicher Leistungsnachweis. Das hatte Gladbach-Coach André Schubert am Samstag nicht davon abgehalten, Nico Elvedi gegen Bayern München zu bringen. Der 19-jährige Schweizer enttäuschte seinen Chef nicht. Wie seine Teamkollegen lieferte der Startelf-Debütant eine überzeugende Vorstellung, die in einem berauschenden 3:1-Heimsieg gipfelte.

«Am Anfang war ich ein bisschen nervös, aber dann hat es gut geklappt. Die Mannschaft hat mich toll unterstützt», sagte Elvedi im Interview auf «borussia.de». Im Sommer war der Innenverteidiger vom FC Zürich gekommen. Nach Einsätzen mit den Reserven in der Regionalliga und der U23 kommt Elvedi seit Anfang November regelmässig bei den Profis zum Einsatz. «Ich bin überglücklich, wie es bislang für mich in Gladbach läuft. Genauso habe ich mir das vorgestellt. Früher habe ich davon geträumt, mal gegen Top-Teams zu spielen. Und jetzt ist der Traum wahr geworden.»

Sein Trainer André Schubert kennt Elvedi aus der U23

Manch ein Zuschauer und die meisten Experten waren überrascht, dass er ausgerechnet gegen die Bayern von Beginn weg spielte. Nicht so Elvedi. «Man konnte das unter der Woche schon im Training ein bisschen sehen, dass ich von Anfang an spielen würde.» Für Schubert war Elvedi Teil einer taktischen Massnahme gegen die Über-Bayern. Der Schweizer mimte den dritten Innenverteidiger. «Nico ist ein Eisvogel. Er ist cool hat keine Angst», lobte Schubert schon vor dem Spiel.

Das Experiment ging auf. «Ich bin ein variabler Spieler, der Innen- und Aussenverteidiger spielen kann. Deswegen können wir immer wieder das System umstellen. Das hat ja auch ganz gut geklappt, von Dreier- auf Fünferkette und umgekehrt.» Unter Schubert hatte Elvedi zuvor in der U23 der Fohlen gespielt, die der Trainer vor seiner Ernennung zum Nachfolger Lucien Favres betreute.

Nächster Halt: Manchester

Nach dem gelungenen Auftritt gegen die Bayern hofft der junge Schweizer auf weitere CL-Minuten am Dienstag gegen die Citizens. Ob es wieder 90 werden, darüber macht sich Elvedi noch keine Gedanken. «Das werden wir sehen. Der Trainer wird mit mir sprechen, mal schauen, was er für eine Taktik wählt. Egal wie er sich entscheidet, ich gebe mein Bestes.» (als)

(Artikel erschienen in "20 Minuten")